„Ich verstehe mein Kind jetzt besser - das entspannt so manche Alltagssituation."
Du liest eine ergoson-Story. Hier erzählen Eltern von ihrem Weg in die Ergotherapie und was sich dadurch für sie verändert hat.
Manchmal gibt es Ärger im Kindergarten. Ein Kind schubst die anderen Kinder. Es rastet schnell aus. Als Mama willst du deinem Kind helfen. Du weißt aber nicht wie. Du bist ratlos und traurig.
Julia kennt genau dieses Gefühl.
Wer bist du und was macht eure Familie aus?
Mein Name ist Julia, ich bin 32 Jahre alt und wohne mit meinem 3-jährigen Sohn Maxi im schönen Innviertel. Ich bin alleinerziehend und versuche jeden Tag, meinem Sohn ein schönes Leben zu ermöglichen. Auch wenn es nicht immer leicht ist, gebe ich mein Bestes. Wir sind ein super gutes, eingespieltes Team.
Was war der Auslöser, Unterstützung zu suchen?
Mein Kind hatte Schwierigkeiten im Kindergarten. Er hat immer wieder geschubst, gehauen und konnte sich nicht gut aufs Spielen konzentrieren.
Warum hast du dich für die Ergotherapie entschieden?
Christines liebevolle, herzliche und warme Art hat mich von Anfang an überzeugt.
Wie hast du den ersten Termin erlebt?
Den ersten Termin habe ich absolut positiv erlebt. Ich denke, dass sich mein Sohn von Anfang an bei Christine wohlgefühlt hat und ihr vertraut hat.
Welche Veränderungen hast du bemerkt?
Die sprachliche Entwicklung meines Sohnes hat sich rasch verbessert.
Er hat mehr Selbstvertrauen und ist mutiger.
Auch seine Konzentration im Spiel verbessert sich immer mehr.
Ich verstehe mein Kind nun besser, warum und wieso es in manchen Situationen so reagiert. Das entspannt wiederum so manche Alltagssituation.
Weiters kann ich sicherer und klarer auf das Verhalten meines Kindes reagieren.
Gab es einen besonderen Aha-Moment?
Die sprachliche Entwicklung meines Sohnes – schon nach dem zweiten Termin ist mir aufgefallen, dass sich mein Sohn beim Sprechen leichter tut.
Was hat sich für dich als Mama verändert?
Ich kann mit bestimmten Situationen einfach besser umgehen.
Ich bin lockerer, weil ich jetzt weiß, warum und wieso mein Kind so reagiert.
Was würdest du anderen Eltern sagen, die noch unsicher sind?
Mach es einfach. Du wirst sehen, wie positiv du überrascht bist und wie sehr es deinem Kind und dir hilft.
Ich würde die Ergotherapie bei Christine immer wieder in Anspruch nehmen und natürlich mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
Vielen herzlichen Dank, Julia, dass du eure Geschichte mit uns so offen teilst und anderen Eltern einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Ergotherapie gibst.
Ringl Ding (Halli Galli Spielereihe)
Fördert: Genaues Hinsehen, Konzentration, Fingergeschicklichkeit
Alter: ab 4 Jahren
So wird`s gespielt:
Die bunten Gummiringerl, die Vorlagekarten und die Klingel werden in der Mittel des Tisches vorbereitet. Nach dem Zeigen der ersten Vorlage ziehen die Spieler*innen die passenden Gummiringerl so schnell wie möglich über ihre Finger. Wer dies als Erster geschafft hat, darf klingeln, gewinnt die Karte und damit seinen ersten Punkt.
Förderung spezieller Entwicklungsbereiche, bei Bedarf
bei kurzer Aufmerksamkeitsspanne
visueller Wahrnehmungsstörung, Raumlage, Serialität
differenzierte Fingerbewegungen u.a. als Vorbereitung von Schreiben
dosiert verlieren lernen
Es gibt viele Möglichkeiten das Spiel anzupassen
Spielt ohne Wettbewerb. Das Kind versucht, die Aufgabe für sich zu lösen.
Startet mit den einfacheren Vorlagen. (Gummi reicht nicht über mehrere Finger)
Der Erwachsene spielt mit und macht deutlich, was er tut, indem er mitspricht: Ich fange mal mit dem grünen an…,
Erkennt das Kind den richtigen Finger noch nicht, kann ich es an meiner Hand vormachen. Braucht es noch mehr Unterstützung, berühre ich den korrekten Finger auf der Hand des Kindes und spreche mit "Hier kommt das grüne Ringerl hin", "Der Finger ist leer.", ...
Die Klingel wirkt motivierend - auch bei Kindern, die sich sonst auf kein Spiel konzentrieren!
Wie viele Punkte/Karten hast du schon gewonnen? Mein Nachfragen motiviert das Kind zum ersten Zählen und fördert damit die Entwicklung des Mengenbegriffs.
So stärkst du Selbstwert und Persönlichkeit deines Kindes.
Einsichten, die nicht oberflächlich bleiben und einfache Tipps für jeden Tag
Du wünschst dir, dass sich dein Kind zu einem selbstbewussten Menschen mit einer starken Persönlichkeit entwickelt, und fragst dich, wie du es dabei unterstützen kannst? Es gibt dazu Unmengen an Fachliteratur und Ratgeberbüchern. Selbst wenn du sie alle liest – sie helfen dir nicht, wenn nicht eine Sache all deinen Bemühungen zugrunde liegt – ehrlich gemeintes Interesse an deinem Kind.
„Womit beschäftigst du dich gerade?“ Ich liebe es, ein Gespräch mit dieser Frage zu beginnen. Dabei wende ich mich meinem Gegenüber mit ruhiger Aufmerksamkeit zu und vermittle, dass ich echtes Interesse habe und mir auch die Zeit nehme, um zuzuhören. Die Antworten versetzen mich regelmäßig ins Staunen und ich mag die spannenden Gespräche, die sich daraus entwickeln. Echtes Interesse öffnet Türen und tut so gut.
In diesem Beitrag findest du weitere konkrete Tipps, wie du das Selbstwertgefühl deines Kindes stärken kannst, indem du mit ihm seine einzigartige Persönlichkeit entdeckst. Wie du dein Kind mit ausreichenden Vitaminen für Selbstwert und Persönlichkeit versorgen kannst, habe ich dir am Ende euch in einer praktischen Checkliste für den Kühlschrank zusammengefasst.
Unser Motto dabei: Echtes Interesse schlägt Lob. Natürlich finde ich es wunderbar, wenn du deinen Kindern sagst, wie klug, hübsch und stark du sie findest und dass du ihre Leistung und Anstrengungsbereitschaft schätzt. Lob ist wichtig und motiviert uns, uns weiterzuentwickeln. Trotzdem geht es heute um etwas anderes; um etwas, das tiefer geht:
Es geht um deine Haltung als Mama, als Papa: Wenden wir uns unseren Kindern mit ehrlichem Interesse an ihrer einzigartigen Persönlichkeit zu und schenken wir uns Zeit für eine wohlwollende Begegnung auf Augenhöhe. Und für Gespräche über die wesentlichen Dinge. Darüber, was dich und dein Kind beschäftigt, was euch motiviert und wovon ihr träumt. So kann dein Kind für sich innere Kraftquellen eröffnen, ohne immer auf das positive Feedback von außen angewiesen zu sein. So entsteht ein nachhaltiges Gefühl für den eigenen Wert.
Selbstwert, was ist das? Warum ist ein gutes Selbstwertgefühl wichtig?
Der eigene Wert ist jedem Menschen gegeben. Niemand kann ihn dir wegnehmen. Das Gefühl für den eigenen Wert – das Selbstwertgefühl – unterliegt allerdings Schwankungen, wie das bei jedem Gefühl der Fall ist. Ein stabiles Selbstwertgefühl ermöglicht deinem Kind, Herausforderungen selbstbewusst zu begegnen, Fehler zu akzeptieren und zu lernen, dass es wertvoll ist – ganz gleich, was es erreicht oder wie es sich fühlt.
Inhaltsverzeichnis
1. Positive Beziehungen
• Kommunikationsfähigkeit
• Einzigartigkeit entdecken
• Fehler akzeptieren
2. Sich kompetent erleben – Selbstvertrauen stärken
• Selbständigkeit
• Lösungsorientiertes Denken
• Talente entdecken – stolz sein
• Verantwortung übernehmen
3. Werte und Ziele motivieren und geben Orientierung
• Über Ziele sprechen
• Helden und Heldinnen
• Werte vermitteln – Vorbild sein
4. Ein guter Mensch sein – Empathie und Fürsorge entwickeln
• Für andere Gutes tun
5. Lebensfreude und Lebenslust fördern
• Staunen und Kreativität
• Unbeschwertheit
• Sinne aktivieren, sich bewegen
Zusammenfassung & Checkliste
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1. Positive Beziehungen
„Die Erfahrung, dass man von anderen Menschen gemocht und geschätzt wird, dass man sich in einer positiven Beziehung aufgehoben fühlt, gehört zu den wichtigsten Erfahrungen eines Kindes.“
Dr. Boglarka Hadinger in „Mut zum Leben machen“
Um solch gute Beziehungen aufbauen und pflegen zu können, benötigen wir als Erstes unsere Fähigkeit zu kommunizieren. Wollen wir aber die Verbindung zum anderen vertiefen und stabilisieren, dann braucht es das Wissen um die eigenen Stärken und einen gesunden Umgang mit Fehlern.
1.1 So förderst du die Kommunikationsfähigkeit deines Kindes
Wer seine Gedanken und Gefühle ausdrücken und seinem Gegenüber aufmerksam zuhören kann, wirkt auf andere Menschen sympathisch. Anregende Gespräche sind daher eine Grundlage für positive Beziehungen.
Tipps:
Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit und führe mit deinem Kind ein aufmerksames Gespräch. Höre ihm aufmerksam zu und zeige echtes Interesse an seinen Erlebnissen, Plänen, Gedanken und Gefühlen.
Vielleicht habt ihr gemeinsam etwas Spannendes erlebt oder auch eine alltägliche Tätigkeit erledigt. Macht im Anschluss eine kleine Nachbesprechung: Was waren die Handlungsschritte? Gab es in einem Moment eine Schwierigkeit / ein Problem zu lösen? Wie ist es euch gelungen? Wie hat es deinem Kind gefallen? Was war besonders lustig oder spannend?
Bei dieser Gelegenheit übt dein Kind seine Ausdrucksmöglichkeit und es erfährt, dass sein Erleben und seine Gedanken wichtig sind.
Du weißt jetzt schon, dass das bei deinem Kind nicht funktionieren wird, weil du ihm jedes Wort aus der Nase ziehen musst? Das ist nicht schlimm. Manche Menschen sind einfach keine Plaudertaschen. Die gemeinsame Aktivität wie backen, kochen, etwas zu basteln oder zu reparieren ist oftmals ein guter Türöffner, um ein Gespräch zu beginnen – auch mit Kindern, die nicht gerne über sich und die eigenen Gefühle reden.
Auch das Zeichnen eines Bildes kann dein Kind beim Erzählen unterstützen. Bitte dein Kind zur Erinnerung ein Bild vom Erlebten anzufertigen. Du kannst dein Kind auch dabei unterstützen, indem du zu malen beginnst und dann „übergibst“.
In welchen Situationen ist dein Kind gesprächiger, redegewandter? In welchen Situationen erlebt dein Kind das Interesse anderer? In welchen Situationen interessiert es sich für andere Menschen?
Bring dein Kind in Situationen, in denen es jemandem etwas erzählen oder spannende Geschichten anderer Menschen hören kann.
Sei auch selbst ein Vorbild für wertschätzende und interessierte Kommunikation! Erzähle von deinen Erlebnissen. Erkläre, warum du etwas tust und was dir dabei wichtig ist.
1.2. Voller Begeisterung: Die eigene Einzigartigkeit entdecken
Die Gespräche, in denen du dich deinem Kind interessiert und wohlwollend zuwendest, fördern nicht nur seine Ausdrucksfähigkeit. Es merkt, dass du neugierig auf seine Wahrnehmung der Dinge bist und erfährt sich als Person geschätzt. Benenne sein Temperament, seine Begabungen, Stärken und Schwächen. So unterstützt du dein Kind, seine Individualität zu entdecken und eine bejahende Beziehung zu sich aufzubauen.
1.3. Superkraft „Gesunder Umgang mit Fehlern“
Perfektionismus und die Angst davor, Fehler zu machen, sind weit verbreitet. Leider gehört zum Leben jedoch dazu, unperfekt – im Werden – zu sein. Vermittle deinem Kind deshalb einen konstruktiven Umgang mit Fehler. Dies ist eine Superkraft für jedes Lernen und das eigene Selbstwertgefühl.
Tipps:
Wenn dein Kind an einer Aufgabe gescheitert ist, frage nicht: „Warum ist dir das passiert?“. Frag lieber: „Was könntest du das nächste Mal anders machen?“ So wird dein Kind ermutigt, aus Fehlern zu lernen und nicht an ihnen zu verzweifeln.
Sei ein Vorbild im Umgang mit Fehlern. Zeige deinem Kind, wie du mit deinen eigenen Fehlern umgehst – mit einem Lächeln, einer Entschuldigung und dem Willen, es beim nächsten Mal besser zu machen.
Gelegentlich bestehen unsere Fehler auch darin, andere zu beleidigen oder rücksichtslos zu sein. Wichtig ist jedoch, dass diese Vorfälle nicht unsere Beziehungen und Freundschaften kaputt machen. Oft hilft ein klärendes Gespräch und zwei Menschen fühlen sich näher als je zuvor.
Du kannst die Beziehungsfähigkeit deines Kindes stärken, indem du es dabei begleitest, seine Fehler wieder „gutzumachen“. Dazu gehören eine Entschuldigung und eine Form der Wiedergutmachung, die dem Alter deines Kindes entspricht.

2. Sich kompetent erleben – Selbstvertrauen stärken
„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will.
Mute mir Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.“ Maria Montessori
Zu spüren, dass ich selbst etwas bewirken kann, ist eine weitere wichtige Grundlage für ein starkes Selbstwertgefühl. Es stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, wenn unsere Kinder ihre Umgebung gestalten und Herausforderungen meistern dürfen.
2.1 Raum und Zeit zum eigenen Erforschen und Problemlösen geben
Steck deine Hände mal in die Hosentaschen und lass deinem Kind die Zeit, seine Umwelt zu erkunden und Probleme zu lösen. „Wie bekomme ich die Orange aus dem Obstnetz? Wie die Schale von der Banane? Passen meine Beine in diese Hose?… Ermutige dein Kind, Aufgaben eigenständig zu erledigen. Ob beim Kochen des Mittagessens oder beim Basteln – nichts macht so glücklich wie die Erfahrung, etwas selbst geschafft zu haben.
Tipps:
Werde nicht zu schnell aktiv, wenn dein Kind vor einem Problem steht. Greife erst ein, wenn deine Hilfe wirklich nötig wird. Vielleicht misslingen die ersten Versuche deines Kindes, dafür macht der Erfolg nach der Anstrengung noch größere Freude!
2.2 Verleiht Flügel: Lösungsorientiertes Denken fördern
Es verleiht Flügel wenn man bei Herausforderungen den Blick nicht auf die Hindernisse, sondern auf mögliche Lösungen richtet.
Tipps:
Wenn deinem Kind etwas nicht gelingt und es enttäuscht ist, könntest du, statt es zu trösten, mit ihm gemeinsam überlegen, was nächstes -Mal anders laufen könnte. So lernt dein Kind, Rückschläge nicht so wichtig zu nehmen und nach Lösungen Ausschau zu halten.
Statt euch zu ärgern, dass etwas nicht möglich ist, könntet ihr überlegen, was trotzdem oder anders ginge.
2.3. Die eigenen Talente entdecken helfen und zu Leistung motivieren
„Mama, ich kann das nicht.“, „Ich bin so schlecht beim…“
Spätestens in der Schule erleben die meisten Menschen, dass es Dinge gibt, die sie nicht gut können. So sind nicht alle Kinder gute Schüler. Aber alle können etwas gut. Manche sind Sportskanonen, andere kochen gerne, singen wunderschön oder können sich toll um andere Menschen kümmern.
Wieder andere sind in praktischen Dingen ungeschickt, aber diskutieren gerne und mögen es, über die Lösung kniffliger Probleme nachzudenken.
Tipps:
Versuche herauszufinden, in welchem Bereich dein Kind gut ist. Unterstütze es dabei, seine Talente zu entdecken und zu entwickeln. Ermutige dein Kind zur Leistung und lass es stolz auf seine Leistungen werden.
2.4. Verantwortung übernehmen: von den kleinen zu den großen Dingen
Es erscheint mir so unendlich wichtig, dass unsere Kinder ein Gefühl für die Bedürfnisse anderer Menschen und Wertschätzung für unseren Planeten entwickeln und darauf aufbauend Verantwortung übernehmen. Sich verantwortlich zu fühlen und dementsprechend zu handeln, muss gelernt werden und stärkt den Selbstwert.
Tipps:
Den Geschirrspüler ausräumen, der Oma eine Freude machen, sich um die Haustiere kümmern oder für einem hilfsbedürftigen Menschen den Einkauf erledigen; es bieten sich immer wieder gute Gelegenheiten, um in kleinen Schritten Verantwortung zu erlernen.
2.5. Unlust und Frust überwinden lernen
Am liebsten würden wir unsere Kinder vor unangenehmen Gefühlen und Erfahrungen schützen. Leider erlebt aber jeder von uns Grenzen.
Unlust und Trägheit überwinden, auf etwas verzichten, das man sofort haben „müsste“, sich trotz schlechter Schulnoten immer wieder an die Arbeit machen, trotz eines sportlichen Missgeschicks weiterspielen – das ist eine große Leistung und muss eingeübt werden.
Tipps:
Anstatt jeden Frust von deinem Kind fernzuhalten, begleite es lieber bei seinem Weg hindurch. Hilf deinem Kind, eine Haltung zu entwickeln, die es Rückschläge überwinden und nicht aufgeben lässt. Menschen können Großes leisten, wenn es für sie Sinn macht.
Überlege dazu für dich: Welche Werte tragen dich durch schwierige Zeiten und lassen dich nach Misserfolgen wieder aufstehen und deine Ziele verfolgen?
Erzähle deinem Kind immer wieder, was dir wichtig ist und warum du etwas tust oder nicht tust.
3. Orientierung – Werte und Ziele als Wegweiser
Menschen brauchen Ziele und Werte. Diese motivieren uns, aktiv zu werden und geben Halt, Orientierung und Schutz. Zu manchen Zielen sagen wir, sie sind unser Lebenssinn.
3.1. Über Ziele und Vorhaben sprechen
Kinder interessieren sich für die Pläne und Vorhaben ihrer Eltern. Plant gemeinsam eure Vorhaben: welche Vorbereitungen braucht euer nächstes Fest? Müsst ihr für das Abendessen noch etwas einkaufen? Oder spart ihr gerade auf etwas?
Was ist dir bei einem Vorhaben wichtig? Warum?
3.2. Helden und Heldinnen
Kinder lieben Heldengeschichten. Sie identifizieren sich so gerne mit guten Helden! Ob die Lebensgeschichte eines realen Menschen oder die Abenteuer einer fiktiven Figur – wichtig ist, dass die Geschichten spannend sind und zeigen, dass man mit guten Ideen und Beharrlichkeit die Welt verändern kann.
Tipps:
Sprecht über Menschen, die es gewagt haben, etwas Außergewöhnliches in ihrem Leben zu schaffen. Hat jemand in eurer Familie trotz schwieriger Umstände etwas erreicht? Oder kennst du jemanden, der sich für andere einsetzt? Auf wen bist du in deiner Familie stolz? Erzähle deinen Kindern davon. Vielleicht kannst du auch die Großeltern motivieren, euch Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen.
3.3. Werte und das Positive, an das du glaubst
Deine Kinder orientieren sich an dir und anderen Menschen, die ein authentisches Leben führen. Es lohnt sich daher, einmal bei dir selbst nachzufragen:
Welche Werte sind für dich tragend? Wofür engagierst du dich? Glaubst du an das Gute in den Menschen? Daran, dass Leben gelingen kann und dass deine Kinder ihren eigenen Weg finden werden? Glaubst du an Gott? Kinder wollen erfahren, woran ihre Eltern glauben. Wofür brennst du? Was gibt dir Mut in bedrohlichen Zeiten?
3.4. Ein Wir-Gefühl entwickeln
Das Gefühl einer Familienidentität gibt deinem Kind Sicherheit und stärkt sein Selbstwertgefühl.
Tipps:
Zur Stärkung eurer Familienidentität könnt ihr…
… gemeinsam ein Projekt planen und umsetzen oder auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten
… interessante Familiengeschichten erzählen,
… auf die Helden und Heldinnen unter den Verwandten oder auf die Familiengeschichte stolz sein
… gemeinsam Fotos schauen und über gemeinsame Erlebnisse sprechen
… ein Familienwappen gestalten
… mit dem Slogan „Gemeinsam schaffen wir das!“ Misserfolge und Krisen gemeinsam bewältigen
4. Ein guter Mensch sein – Empathie und Fürsorge entwickeln
Zunächst sind Kinder Ich-bezogen. Sie müssen erst lernen, von anderen her und für andere zu denken. Wenn dein Kind spürt, dass es eine Aufgabe hat, jemandem helfen oder eine Freude machen kann und mit seinem Einsatz etwas in der Welt bewirken kann, ist das eine wichtige Quelle für sein Selbstwertgefühl.
Tipps:
Unterstütze dein Kind dabei, für andere etwas Gutes zu tun. Die Möglichkeiten sind vielfältig: dem Nachbarn helfen oder jemandem eine Freude machen, den Busfahrer freundlich grüßen oder eine kranke Mitschülerin besuchen…
5. Lebensfreude und Lebenslust fördern
5.1. Staunen, neugierig sein, Freude am Entdecken
Lass dich auf die Neugierde und Lebenslust deiner Kinder ein. Umgebt euch mit einfachen Materialen und geht hinaus in die Natur. Das regt die Kreativität an. Heute werden Kinder ständig unterhalten. Sie haben verlernt, mit Langeweile zurechtzukommen Schenke deinem Kind daher auch Zeit des Nichts-Tun ohne Unterhaltung. Inmitten von Leere und Langeweile entstehen die besten Ideen.
5.2. Gemeinsam Unfug machen und die Unbeschwertheit der Kinder genießen.
In welchen Situationen fühlt sich dein Kind unbeschwert? Ermögliche ihm diese Aktivitäten!
5.3. Die Sinne aktivieren und genießen
Kinder lieben es, in Bewegung zu sein: ein Sprung ins Wasser, eine Runde mit dem Rad. Den Wind und alles, was Freude macht, spüren; Zu Musik ausgelassen tanzen, Räder schlagen, auf einen Baum oder eine Boulderwand klettern, einen Handstand erlernen – den eigenen Körper mit allen Sinnen und Bewegungsmöglichkeiten zu genießen, ist intensive Lebenslust und stärkt nicht zuletzt Selbstwert und Persönlichkeit.
Zusammenfassung: echtes Interesse statt Lob
Unser Erziehungs-Motto ab heute:
Echtes Interesse statt Lob
Positive Beziehungen, Selbstvertrauen, Werte und Ziele, Empathie und Fürsorge, Lebensfreude und Lebenslust – auf diese fünf Säulen stützt sich eine selbstbewusste Persönlichkeit, die offen ist für andere und mit Neugier und Freude durchs Leben geht. Wir als Eltern können dabei helfen, diese Säulen für unsere Kinder aufzubauen und dabei gleichzeitig wertvolle gemeinsame Momente zu erleben. Wenden wir uns unseren Kindern daher mit echtem Interesse an ihrer einzigartigen Persönlichkeit zu. Denn wohlwollende Begegnungen auf Augenhöhe wirken viel stärker als halbherzig gemeinte Lobesformeln. Nehmen wir uns die Zeit, um gemeinsam die Dinge zu erleben, die uns wirklich wichtig sind. Reden wir über unsere Träume und Sorgen. Übernehmen wir Verantwortung für unser Leben und genießen wir es mit all unseren Sinnen.
Das wünsche ich dir und deinem Kind von ganzem Herzen.
Mit welchen Tricks hilfst du deinem Kind aus einer Selbstwert-Krise? Welche meiner Tipps hast du schon ausprobiert?
Ich freue mich darauf, von dir zu lesen!
Herzliche Grüße
Christine Erlinger-Sontag
In Kürze gibt`s hier eine Checkliste für die täglichen Selbstwert-Vitamine als pdf. Schau einfach in ein paar Tagen wieder vorbei.
Quellenangabe und Leseempfehlung:
Ich bedanke mich herzlich bei Dr. Boglarka Hadinger, die mich motiviert hat, Ausschnitte ihres Buches „Mut zum Leben machen. Selbstwertgefühl und Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen stärken.“ (Verlag Lebenskunst Tübingen) für euch aufzubereiten.
Warum verhält sich mein Kind so merkwürdig? Hat es eine Wahrnehmungsstörung?
„Merkwürdigem“ Verhalten liegt oft eine Störung der Wahrnehmung zugrunde. Im folgenden Beitrag möchte ich dir zeigen was es damit auf sich hat und dass es sich zum Wohl unserer Kinder lohnt, sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Die einen Kinder wollen scheinbar nie zuhören und bringen kein Spiel zu Ende. Andere haben vor allem Angst, kleben an Mama und Papa. Oder es gibt Ärger im Kindergarten ,weil das Kind schnell aggressiv wird und andere Kinder schubst.
Bilderbücher gemeinsam ansehen ist langweilig, zeichnen oder Puzzle sind doof und irgendwie findet das Kind in kein Spiel. Manchmal gibt es auch Schwierigkeiten beim Turnen: „Mein Kind ist extrem vorsichtig und traut sich nichts.“ sagen Eltern oft in meiner Praxis, oder auch das Gegenteil: „Mein Kind klettert überall rauf, es kennt keinen Respekt vor Gefahren und tut sich ständig weh.“
Manche Kinder tun Dinge, mit denen wir nicht rechnen oder verhalten sich „problematisch“. Viele von diesen Kindern verweigern hartnäckig Aktivitäen, die anderen Kindern Spaß machen. Oder sie haben nach wenigen Sekunden scheinbar „ihr Interesse verloren“. Wir können nicht verstehen, warum sie sich so verhalten und möchten ihnen doch so gerne helfen.
Wahrnehmung umfasst viel mehr als du denkst.
Die 3 vergessenen Organe der Wahrnehmung:
Von den 5 Sinnen hören wir schon in der Grundschule. Die 3 wichtigsten Organe der Wahrnehmung sind trotzdem weitgehend unbekannt. Sie entscheiden jedoch darüber, ob sich dein Kind gut in der Welt zurecht findet:
1. Gleichgewichtsorgan
Hast du schon mal überlegt, woher du fast immer weißt, wo oben und unten ist? Wie schaffst du es dich auch bei Dunkelheit oder mit geschlossenen Augen sicher durch die Welt zu bewegen? Es ist unser Gleichgewichtsorgan (vestibuläres System), das uns laufend mit wichtigen Informationen für zielsichere und geschickte Bewegungen versorgt und das uns auch hilft, uns im Raum zu orientieren.
2. Muskel und Gelenke
In all unseren Muskeln und Gelenken befinden sich unser wohl wichtigstes Sinnesorgan. Kleine Sinneszellen, die uns laufend über die Stellung unseres Körpers, unsere Muskelspannung und über den Widerstand unserer Umwelt informieren. Ohne sie wären wir völlig planlos und ungeschickt. Vielleicht hast du schon mal eine der vielfältigen Bezeichnung hierfür gelesen: Propriozeption, Kinästhetische Wahrnehmung, Bewegungssinn oder Tiefenwahrnehmung etwa.
3. Das Gehirn als Schaltzentrale
Verarbeitet werden all die Sinnesreize im Gehirn, dem Organ, das mit Sicherheit den wichtigsten Beitrag zu unserer Wahrnehmung leistet: Aus Farbreizen werden Bilder, anhand von Tastreizen erkennen wir Gegenstände. Aus einem Gewirr an Geräuschen gelingt es unserem Gehirn den Gesprächsinhalt unseres Gegenübers zu lesen.
Ist das nicht unglaublich?
Das vielfältige Bild von Wahrnehmungsstörungen.
3 Beispiele aus meiner Praxis
Wenn der komplexe Prozess der Wahrnehmung an einer Stelle nicht rund läuft. Wenn die Impulse aus den Sinnesorganen zu schwach ankommen oder nicht optimal verarbeitet werden, spricht man von Wahrnehmungsstörung.
1. Rund ums Gleichgewichtssystem
Läuft die Verarbeitung der Gleichgewichtsreize nicht optimal, so wirken die Bewegungen ungesteuert, überschießend, Blickkontakt kann möglicherweise nicht lange gehalten werden, da die Blicksteuerung beeinträchtigt ist. Das Kind erscheint unkonzentriert und tollpatschig oder unmotiviert eine Aktivität „ordentlich“ auszuführen.
2. Rund ums Erspüren / gespürte Interaktion
Gibt es Probleme beim Erspüren der Gegenstände („gespürte Interaktion“) können Kinder nichts mit Erfolg ergreifen und machen nur wenige Erfahrungen mit den Gegenständen. So erwerben sie kaum Kompetenzen im Tun mit den eigenen Händen. Die Kinder hängen an Mama und Papa und werden kaum selbständig. Sie erkunden oder spielen nicht alleine, da sie ihre Umwelt noch nicht verstanden haben. Meist ist auch die sprachliche Begriffsbildung und damit die Sprachentwicklung verzögert.
3. Überreaktion der Haut
Wenn das Tragen eines Pullovers, eine beiläufige Berührung, Haarewaschen und andere alltägliche Reize auf der Haut ein Kind in anhaltenden Stress versetzen sprechen wir von Überreaktion der Haut (taktile Wahrnehmungsstörung). Dieses Kind zuckt im Alltag oft aus und bringt Mama und Papa zur Verzweiflung, weil es nur selten den Eindruck vermittelt, sich in seiner Haut wohl zu fühlen.
Eltern wissen nicht mehr weiter
Es ist zum Verzweifeln: „Warum machst du das jetzt nicht einfach, bitte.“ höre ich die Mama oder den Papa sagen. Die Kinder bringen uns an unsere Grenze. „Was ist nur los mit meinem Kind?“ Wir werden wütend oder schütteln hilflos den Kopf. Häufig folgen dann Selbstvorwürfe.
„Was habe ich falsch gemacht? Bin ich eine schlechte Mutter/ ein schlechter Vater?“
Du hast nichts falsch gemacht.
Das Wichtigste vorab: Du hast nichts falsch gemacht. Eine Wahrnehmungsstörung entsteht aufgrund einer körperlichen Problematik. Im sich entwickelnden Gehirn arbeiten entsprechenden Areale nicht optimal. Sie brauchen für ihre weitere Entwicklung gezielte Anregung.
Eine Wahrnehmungsstöung entsteht nicht (ich liste die Sorgen auf, die ich oftmals von Müttern höre) durch einen Kaiserschnitt und auch nicht durch eine ängstliche Mutter oder Verwöhnung. Egal welche anderen Vorwürfe du dir noch machst, vergiss sie. Eine Wahrnehmungsstörung kommt genauso wenig von deiner Erziehung wie eine Kurzsichtigkeit oder ein Plattfuß.
Kann man eine Wahrnehmungsstörung behandeln?
Ja. Seit 30 Jahren begleite ich als Ergotherapeutin Kinder mit Wahrnehmungsstörungen und ihre Familien. Täglich erlebe ich, dass sich die Verhaltensprobleme und der Stress in der Familie überraschend einfach lösen lassen, sobald wir es gemeinsam angehen.
Gerne begleite ich dich bei all den Fragen und Sorgen rund um das Verhalten und die Entwicklung deines Kindes. Welche Frage soll ich in den nächsten Beiträgen besprechen? Ich freue mich darauf von dir zu hören und zu erfahren, was dich gerade bewegt!
Bitte schreib an blog@ergoson.com
Making of: So stärkst du den Selbstwert und die Persönlichkeit deines Kindes.
Kennst du das?
Du liest ein Buch – und plötzlich eröffnet sich dir ein vertrautes Thema aus einer völlig neuen Perspektive. Die Gedanken wirken nach, berühren dich – und du denkst: „Das sollten alle Eltern und Pädagoginnen wissen!“ Genauso ging es mir mit dem Buch „Mut zum Leben machen. Selbstwertgefühl und Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen stärken“ von Prof. Dr. Boglarka Hadinger.
Ich habe im Laufe der Jahre viel über Selbstbewusstsein, Selbstwert und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern gelesen. Immer wieder tauchten dabei ähnliche Kerngedanken auf:
• Lob ist wichtig – das richtige Lob macht selbstbewusst.
• Selbstwirksamkeit stärkt das Vertrauen in die eigene Fähigkeit.
Diese Ansätze waren sinnvoll und haben mein Handeln – privat wie beruflich – über Jahrzehnte geprägt. Aber: Sie blieben oft an der Oberfläche.
Autenthischer leben und begleiten
Dr. Hadingers Ansatz geht deutlich weiter. Ihr Konzept berührt den Kern der Person.
Sie lädt uns ein, gemeinsam mit unseren Kindern auf Entdeckungsreise zu gehen – zu ihrer einzigartigen Persönlichkeit, ihren Talenten und inneren Werten.
Statt Kinder nur „richtig zu loben“, sprich mit ihnen über tiefere Fragen:
• Wofür machst du weiter, auch wenn es anstrengend wird?
• Was hilft dir, nach einem Rückschlag wieder aufzustehen?
• Welche Werte begleiten dich bei Entscheidungen – etwa beim Planen eines Urlaubs oder eines Festes?
• Woran glaubst du?
Diese Fragen berühren und inspirieren.
Vom Lesen zum Schreiben: Mein Beitrag entsteht
Ich wusste: Darüber möchte ich auf meinem Blog schreiben. Ich nahm Kontakt zu Frau Dr. Hadinger auf, und sie ermutigte mich persönlich zu diesem Vorhaben. Sie meinte: „Das ist eine gute Idee. Schreiben Sie in Ihren eigenen Worten über das Buch. Machen Sie das.“
Also legte ich los. Ich fasste die vielfältigen Inhalte zusammen und ergänzte an einigen Stellen eigene Ideen. Entstanden ist mein Beitrag „So stärkst du den Selbstwert und die Persönlichkeit deines Kindes“. Ein Artikel, der Eltern dazu einlädt, mit ihren Kindern in ein echtes Gespräch zu kommen.Denn:
Echtes Interesse schlägt Lob. Wenn Kinder erleben, dass wir sie wirklich sehen
– mit ihren Stärken, Gedanken und Werten – dann wachsen sie von innen heraus.
Zum Weiterlesen
➡️Hier geht’s zum Artikel: „So stärkst du den Selbstwert und die Persönlichkeit deines Kindes.“
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➡️ Buch bestellen: „Mut zum Leben machen“ von Prof. Dr. Boglarka Hadinger
Wer ist Prof. Dr. Boglarka Hadinger?
Dr. Boglarka Hadinger ist Psychologin, Psychotherapeutin und Coach für Persönlichkeitsstärkung. Sie leitet das Institut für Logotherapie und Existenzanalyse in Tübingen und Wien.
Als enge Wegbegleiterin von Viktor Frankl – dem Begründer der sinnzentrierten Psychologie – hat sie über viele Jahre hinweg Kinder, Jugendliche und Erwachsene begleitet. In ihrem Buch teilt sie Erkenntnisse aus tausenden Gesprächen – und bietet einen wertvollen Wegweiser für alle, die Kinder wirklich stärken wollen.
Warum ich diesen Blog gestartet habe
Schon vor über 25 Jahren hatte ich einen Traum: Mein Wissen als Ergotherapeutin sollte nicht nur in meiner Praxis bleiben – ich wollte es mit Eltern teilen. Eltern, die sich Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes machen. Eltern, die auf der Suche nach sinnvollem Spielzeug sind, das nicht nur Spaß macht, sondern gezielt fördert.
Damals stellte ich mir vor, wie Kinder – besonders solche mit kleinen oder größeren Herausforderungen – durch das passende Spielzeug in ihrer Geschicklichkeit, Konzentration oder im Umgang mit Stift und Puzzle gestärkt werden. Sie sollten im Spiel ihre Fähigkeiten entfalten dürfen, ohne Druck, dafür mit Freude.
Die Fragen und Sorgen der Eltern kanne ich aus meinem Praxisalltag gut. Ich wollte Wissen teilen, Ängste nehmen und zeigen, wie durch gezielte Aktivitäten Entwicklung spielerisch passiert.
Die Idee war da – aber die Technik fehlte
Meine Vision war groß. Zu groß für die damalige Zeit. Die technische Umsetzung war schlicht zu aufwendig. Es hätte alles programmiert werden müssen, die Tools, die wir heute als selbstverständlich erleben, gab es noch nicht. Nach Monaten voller Ideen und Tüftelei verlief mein Herzensprojekt im Sand.
Aber Träume haben manchmal einen langen Atem.
2024 – endlich ist es soweit.
Viele Jahre später, im Jahr 2024, wurde meine alte Begeisterung wieder wach. Die technischen Möglichkeiten hatten sich geändert. Es war viel einfacher geworden eine Website und Online-Angebote zu erstellen.Ich traf auf Steffi Wolf (bergundtal), eine wunderbare Grafikerin, die mich mit einer Engelsgeduld bei der Umsetzung dieser Website unterstützte. Noch zögerte ich. Meine Praxis war voll, mein Alltag gut gefüllt. Aber das Gefühl war klar: Dieses Projekt ist mir richtig wichtig.
Dann stieß ich auf die Blogothek von Janneke*. Ein Kurs für angehende Bloggerinnen, in dem ich nicht nur die Grundlagen fürs Bloggen erlernte sondern auch auf die Community traf, die mich nachaltig motiviert.
Links mit * sind Affiliate Links.
Mein Warum
Ich möchte mein Wissen teilen – für all die Mamas und Papas, die Fragen haben und nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen.
Für Eltern, die ihr Kind besser verstehen und es auf seinem Weg begleiten wollen.
Denn eines ist sicher:
Informierte Eltern treffen bessere Entscheidungen.
Wer versteht, wie sich ein Kind entwickelt, kann mit mehr Gelassenheit und Klarheit reagieren – und gezielt fördern, was gerade gebraucht wird.
Und ganz ehrlich: Auch für Eltern ohne akute Sorgen ist es spannend zu erfahren, wie das kindliche Gehirn lernt, wächst und sich entwickelt. Es gibt so viele wunderbare Spielzeuge – aber auch viele, die schlicht ihr Geld nicht wert sind. Ich möchte Orientierung geben.
Was ich allerdings unterschätzt habe: So einen Blog aufzubauen ist ein richtig großes Projekt.
In den ersten Monaten der Blogothek fühlte ich mich, als würde ich einen neuen Beruf erlernen. Es war herausfordernd, meine Praxis, mein Familienleben und das Blogprojekt unter einen Hut zu bringen.
Aber: Die Freude ist geblieben.
Und ich bin voller Neugier, welche Themen wir hier noch gemeinsam entdecken werden.
Lass uns ins Gespräch kommen!
Ich freue mich sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du mir verrätst, welches Thema dir besonders am Herzen liegt. Wenn es mir möglich ist, gehe ich in einem meiner nächsten Beiträge gern darauf ein.
Herzlich,
Christine Erlinger-Sontag







